Gesund durch den Winter dank Vitamin C

Sogar in Süßigkeiten soll ein hoher Vitamin C Gehalt den Eindruck erwecken, dass wir uns damit etwas Gutes tun würden. Doch was steckt dahinter und wie wichtig ist Vitamin C wirklich für uns?

Zunächst sollte man darauf aufmerksam machen, dass es zwei unterschiedliche Formen von Vitamin C gibt: das echte Vitamin C, welches in der Natur in zahlreichen pflanzlichen Quellen vorkommt, und der ausschließlich künstlich hergestellten Ascorbinsäure. Die Säure stellt aber nur einen Teil eines Vitamin C Komplexes dar. Diese isolierte Form kommt in der Natur schlichtweg nicht vor. Vitamin C aus natürlicher Quelle ist also in jedem Fall vorzuziehen.

Generell findet sich Vitamin C bzw. Ascorbinsäure in einer Vielzahl von Lebensmitteln wieder. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen wird mir 80mg beziffert. Diese Menge ist mit einer abwechslungsreichen Ernährung leicht zu erreichen. Die Behauptung, dass Vitamin C vor allem in Zitrusfrüchten steckt, ist leider ein weit verbreiteter Mythos. Der Gehalt an Vitamin liegt nämlich lediglich bei ca. 53mg je 100g dieser Früchte.

Rosenkohl

110mg pro 100g

Brokkoli

115mg pro 100g

Paprika

140mg pro 100g

Johannisbeeren

175mg pro 100g

Acerola

1700mg pro 100g
(kein Komma-Fehler,
Acerola enthält wirklich
so viel Vitamin C)

 

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass der Körper Vitamine aus natürlichen Quellen, also möglichst unverarbeitete Lebensmittel, am besten nutzen kann. Generell profitiert der Körper von Lebensmitteln am meisten, wenn sie in einem rohen Zustand und möglichst frisch verzehrt werden! Das liegt daran, dass es sowohl bei der Lagerung als auch beim Kochen bzw. Erhitzen zu einem erheblichen Verlust an Vitamin C kommen kann, da es nicht hitzestabil ist. Vitamin C ist darüber hinaus noch wasserlöslich. Was sich gut anhört, hat den Nachteil, dass es genauso leicht wie es aufgenommen wird auch wieder ausgeschieden wird. Vitamin C bleibt also niemals lange für den Körper verfügbar und sollte sehr regelmäßig zugeführt werden. Nicht umsonst rät die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) 5 Mal am Tag Obst oder Gemüse zu verzehren.

Wer Angst vor einer Überdosierung hat, kann beruhigt werden. Da es wasserlöslich ist, scheidet unser Körper es zeitnah wieder aus. Wer zusätzlich zu seiner Ernährung noch synthetische Ascorbinsäure in sehr hohen Mengen zu sich nimmt, erfährt eventuell Symptome wie Übelkeit, Bauchkrämpfe und Durchfall. Bei einer Zufuhr von Vitamin C in natürlicher Form über Obst und Gemüse oder als Nahrungsergänzungsmittel natürlichen Ursprungs (z-B.: Acerola Saft oder Pulver) kann eine Überdosierung kaum erfolgen.

Welche Aufgaben übernimmt das Vitamin C nun aber eigentlich?

  • Es ist ein hochwirksames Antioxidans und ist in der Lage, freie Radikale in unserem Blut –
    ein Abfallprodukt in der Atmungskette des Sauerstoffumsatzes – zu binden und dann auszuscheiden
  • Vitamin C wird sogar in mancher Krebstherapie eingesetzt Vitamin C kräftigt durch das Verschweißen
    von Eiweiß und anderen Substanzen zu Kollagenfasern unser Bindegewebe
  • Vitamin C aktiviert Enzyme in unserer Leber, die für den Abbau von Giftstoffen verantwortlich sind
  • Es trägt zu einer normalen Funktion unseres Immunsystems bei
  • Vitamin C reguliert unsere Hormonausschüttung und sorgt in der Folge auch
    für eine normale Funktion unseres Nervensystems

 

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass Vitamin C eine Vielfalt von Aufgaben in unserem Körper erfüllt. Es handelt sich dabei um Aufgaben, die nicht nur im Winter anfallen, sondern permanent. Daher empfehle ich auch immer darauf zu achten, genügend Vitamin C in Form von frischem, rohen Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.